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4 Tipps für Dein perfektes Interview

Um ein richtig gutes Interview zu machen brauchst Du ein bisschen Fingerspitzengefühl. Und Du solltest schon wissen, wer Dir da überhaupt gegenüber sitzt. Wenn Du Dich an ein paar Regeln hälst, ist die Sache eigentlich ganz einfach.

Höflichkeit ist Trumpf

So wie Du Menschen behandelst, so gehen Sie auch mit Dir um. Das ist auch bei Prominenten nicht anders. Meistens jedenfalls. Erstarre nicht in Ehrfurcht, sei einfach Du selbst. Höflich und interessiert. Erzähl ruhig ein paar Dinge von Dir zu Beginn. Aber nicht vergessen. Du bist nicht der, um den es hier geht. Ein paar weitere Dinge solltest Du ebenfalls beachten.

Bereite Dich vor

Eines vorweg. Gehe niemals unvorbereitet in ein Interview. Nimm Dir die Zeit und besorge Dir die wichtigsten Informationen über Deinen Talk-Gast. Egal, ob auf Youtube oder bei Wikipedia. Das Grundwissen über Deinen Interviewpartner ist ein absolutes Muss. Einfach nur Smalltalk oder sogar die falschen Fragen? Dann ist das Interview schneller beendet, als es begonnen hat.

Überprüfe, ob Deine Informationen alt oder wirklich aktuell sind. Mein Info-Favorit sind Talkshows. Eine super Sache, um sich auf das Gespräch vorzubereiten. Wie gibt sich Dein Gast hier im Interview? Reserviert, oder kommunikativ? Sind seine Antworten lange Monologe, oder ist er eher der wortkarge Typ. Vor allem wenn Du einen Podcast produzieren willst, ist das gut zu wissen. Jedes animierende „ok“ und „aha“ musst Du dann nachträglich wieder herausschneiden. Vorausgesetzt natürlich, Du stehst auf eine professionelle Arbeit.

Die sozialen Netzwerke sind ebenfalls ein guter Weg, um sich schlau zu machen. Hier erfährst Du eine Menge über Vorlieben und manchmal auch einige private Dinge der Stars. Geh auch auf Fan-Seiten und schau hier, was aktuell im Netz so diskutiert wird. Gibt es vielleicht auch Dinge, die Du lieber nicht ansprichst? Worauf reagiert der VIP allergisch?

Was ist wirklich neu?

Was wurde noch nie gefragt? Auf etwas Neues haben auch die Interviewten oft Lust. Dann merken sie, dass Du Dir richtig Mühe gibst. Auch kleine Stilmittel sind eine nette Abwechslung. Kurze Antworten auf kurze Fragen. Entweder, oder? So lernt man nicht nur seinen Gesprächspartner besser kennen. Manchmal kommt auch der Prominente dabei ins Grübeln, was die Sache für ihn kurzweiliger macht.

Bonuspunkte bekommst Du, wenn Du den Einstieg in Dein Interview geschickt wählst. Womit fängst Du an? Was könnte Deinen Gast selber interessieren? Ich beginne oft gerne mit den Google-Treffern. Was sind die ersten News, wenn ich seinen Namen bei Google eingebe? Die Ergebnisse überraschen oft auch die Prominenten. Aber Achtung! Sind aktuelle Skandale oder “bad news” dabei, dann verzichte lieber auf dieses Intro. Dann frage einfach, wie sein Tag bislang so war. “Cool down” und nimm den Stress aus dem Gespräch. Das hilft beiden Seiten.

Leg die Regeln fest

Auch formell solltest Du Deinem Gast das Interview einfach gestalten. Erkläre kurz das Medium, in dem das Interview erscheint und “klopfe ab”, was für ihn vielleicht wichtig ist. Sind Fotos nebenbei ok? Will er den Text später freigeben? Auch die Interview-Länge ist durchaus interessant. Also sage ihm die ungefähre Zeit, die Du für das Gespräch brauchen wirst. Das ist auch für Dich ein guter Leitfaden, um Struktur in die Sache zu bringen.

Zu Guter Letzt: Am Ende des Interviews frage nach, ob es im Gespräch Dinge gibt, die so nicht erzählt werden sollten. Oder, ob Dein Gast noch irgendetwas unterbringen möchte. So kannst Du sicher sein, dass die Geschichte eine runde Sache wird.