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Thailand Tag #3 – Nuntiya und ihr Tausendsassamobil

TukTuk, Rikscha & Co. Transportfahrzeuge in Thailand haben viele Namen. Das von Nuntiya heißt Tausendsassamobil.

Als Erstes solltest du beachten: In Thailand herrscht Linksverkehr. Zweitens: Fußgänger, die auf der falschen Straßenseite unterwegs sind, heißen Freiwild. Du bist Tourist? Völlig egal. Für mittlere Strecken sollte man sich lieber einen Fahrer zulegen. Das ist im Vergleich zu anderen Dingen in Thailand nicht so billig, aber empfehlenswert.

Der silberne Mazda biegt um die Ecke und sofort fällt mir die schäbige und offene Ladefläche auf. Abgewetzte Plastikbezüge auf zwei Bänken, die sich gegenüber stehen. Das war es. Ein paar Haltestangen, falls es zu sehr ruckelt. Sicherheitsgurte oder Nackenstützen – Fehlanzeige. Eine kleine Thailänderin springt aus dem Inneren. Nuntiya, wie sie sich selber vorstellt.  Ich habe Sie für die Fahrt zum To Chong Fah Wasserfall bestellt. Etwa acht Kilometer vom Hotel entfernt. Mitten im Dschungel. Zu Fuß zu weit. Der Preis wird vorher festgelegt. Hin und Zurück: 700 Bath. Ich springe auf die Ladefläche und los geht es.

 

 

Dieselgeruch steigt mir in die Nase. Der Wagen klappert und vibriert. Hitze und Staub der Straße beissen mir ins Gesicht. Taxis mit dunklen Scheiben überholen uns. Auf manchen ist das Zeichen einer Klimaanlage abgebildet. Als wir die Hauptstrasse verlassen verschlechtert sich die Straße deutlich.

“Enge Kurven und Schlaglöcher sorgen für Turbulenzen in meinem Magen. Wir fahren nicht schnell. Wellblechhütten und Müllberge ziehen vorbei. Ein Waschbecken, an einem Baum befestigt.”

Es riecht noch intensiver. Ich kann in offene Hütten blicken, sehe Menschen am Straßenrand sitzen. Der Klang des Wagens dröhnt in meinem Kopf. Einschläfernd. Ich betrachte mir mein Transportmittel genauer. Oben hat Nuntiya Werbebanner befestigt. Pistolen und Gewehre zu günstigen Preisen. Auf der Lehne hinter mir flattert ein nasses T-Shirt im Fahrtwind. Wäschetrocknen auf Thai. Zwei Lautsprecher Boxen sind hier befestigt. Auf Wunsch gibt es draußen sogar Musik.

 

 

Nach 20 Minuten erreichen wir den Nationalpark. Freundlich springt Nuntiya aus dem Fahrzeug. Ich frage Sie, ob Sie uns wieder abholen kommt. Kein Problem. Sie wartet sogar vor Ort auf uns. Alles im Preis inbegriffen. Entspannt parkt sie ihr Auto auf einer nahen Wiese und wünscht uns viel Spaß.

 

 

Als wir nach zwei Stunden zurückkehren begrüßt uns Nuntiya mit eiskalter Cola. Sie startet den Motor, der erst beim zweiten Mal anspringt. Auf der Rückfahrt überholen uns wieder klimatisierte Taxis und Touristen auf Motorrollern.

Ich nehme einen Schluck Cola – mit keinen von ihnen möchte ich tauschen. Nicht gegen Nuntiya und ihr Tausendsassamobil.

Hier kannst Du ein Stück bei Nuntiya mitfahren..

 

Namaste

 


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