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Audienz beim Herrscher von Matzeknopien

Matzeknopien ist ein kleines Land. Mit nur einem Einwohner. Normalerweise. Denn jeden Tag öffnet der Herrscher von Matzeknopien die Grenzen und lädt alle Menschen ein, sein Land kennen zulernen. Seine Geschichten zu hören. Als König, Minister, Bürger, aber vor allem als Hofnarr erzählt er seine Sicht der Dinge. Auch mir hat Matze Knop ein Visum und eine Audienz gewährt.

Seine königliche Robe hat der Herrscher von Matzeknopien heute im Schrank gelassen. Dafür prangt sein Konterfei inklusive Krone auf einem auberginenfarbenen T-Shirt. Dazu Blue Jeans und Sneakers – der König ist heute ganz casual gekleidet. Das kommt nicht nur bei mir gut an. Auch bei seinen Besuchern. Matzeknopien ist ein Land, in dem jeder sein darf was er will. Und denken, was er mag. Matze Knop denkt eine ganze Menge. Über sich und seine Mitmenschen. Themen aus dem Alltag und für jedermann. Ob Mann oder Frau, ob alt oder jung. 

Der 44-Jährige wirkt jugendlich und verschmitzt. Etwas zerzaust, in einer Sekunde abwesend, dann aber wieder sofort hellwach am Ball. Wenn es wichtig wird. Aber was ist ihm als König eigentlich wichtig? Mannschaftsgeist auf jeden Fall.

 

“Als Team kannst Du nur funktionieren wenn alle an einem Strang ziehen. Wenn jeder seinen eigenen Weg geht, dann hast Du keinen Erfolg. Das ist nicht nur im Sport so.”

 

Matzeknopien ist ein sozialer Staat. Der gebürtige Lippstädter ist ein empathischer Herrscher. Hilfsbereit auch im echten Leben. Einmal im Jahr zu Weihnachten besucht er persönlich eine Kinderklinik in Dortmund, um vor Ort zu helfen. Kinder liegen Matze Knop besonders am Herzen. Seine eigene Jugend bezeichnet er als durchaus gelungen, davon will er nun etwas zurückgeben. Beim Verein “Kinderlachen e.V.” ist er als Schirmherr seit vielen Jahren aktiv.

 

 

Als Herrscher sollte man gelassen sein. Das ist Matze Knop. “Man regt sich viel zu oft über Dinge auf, die es einfach nicht wert sind. Etwas mehr Demut und Unaufgeregtheit wären da angebracht,” meint seine Majestät.

Überhaupt geht es in Matzeknopien menschlicher zu als in anderen Ländern. Mit scharfer Zunge pointiert Matze Knop so manchen prominenten Fehltritt. Dreht und wendet die Dinge, um dann seine Pointe abzufeuern. Unter die Gürtellinie geht er dabei aber nie. Provokant charmant. Nicht proletenhaft pöbelnd, wie so manch einer seiner Kollegen. Kein Wunder, dass ihn seine Landsleute so sehr mögen. Die vielen Zuschauer, wenn Matze Knop mit seinem neuen Programm auf Tour geht. Um ihnen seine Sicht der Dinge zu geben. Titel der Show: “Willkommen inMatzeknopien.”

Auch für Sport und Spiel ist in Matzeknopien gut gesorgt. Die königlichen MauMau Runden finden einmal pro Woche statt. Eine wirkliche Leidenschaft von Knop, die familiäre Wurzeln hat. Mit seinem Onkel als Kassenwart. Kaum ein Fussballer, der sich nicht schon um ein Amt im Staat Matzeknopien beworben hat. Obwohl es diesen ja nicht gibt. Borussia Dortmunds Roman Weidenfäller zum Beispiel, buhlte um den Job eines Torwarttrainers.

 

 

Kein Herrscher ohne Visionen. Das ist auch bei Matze Knop der Fall.  Während seiner aktuellen Staatsreise durch Deutschland ist er auch immer auf der Suche nach ungewöhnlichen Orten und Möglichkeiten, seine Ansichten zu verkünden. Und auch wenn er mit seinem Programm keine Schlösser füllt – Theater und Veranstaltungszentren sind meistens ausverkauft, wenn der smarte Comedian sein Volk ruft. Dabei ist das Oberhaupt von Matzeknopien eigentlich gelernter Journalist. Beim Radio und Fernsehen hat Knop die Kunst des Wortes und seine Liebe zum Fussball weiter vertieft. 

Zum Schluss meiner Audienz wartet noch eine Überraschung auf mich. King Knop ernennt jott-stories.com zum offiziellen Medium von Matzeknopien.

Schade eigentlich, dass ich dieses Land nach so kurzer Zeit schon wieder verlassen muss. Mein Visum ist aber abgelaufen.